Walhalla im Exil

Die Institution WALHALLA ist seit Jahresbeginn 2017 heimatlos. Seither sind die Macher neben
der konzeptionellen Ausarbeitung bezüglich der Instandhaltung der Spiel-, Wirkungs- und Ausstrahlungsstätte Mauritiusplatz bemüht, in dieser Zeit anderswo (im EXIL) kulturschaffend
tätig zu sein.

Aus der Not Tugend machend, sind seit der Zeit des Auszugs aus den angestammten, etablierten und buchstäblich „eingespielten” Räumlichkeiten am Mauritiusplatz spannende und künstlerisch wertvolle Produktionen entstanden. So wurden bereits im ersten Halbjahr 2017 im Schlachthof, in sozialen Einrichtungen/ Unterkünften für Geflüchtete sowie in Restaurants und Bars bestehende und neue Produktionen ausgeführt, die der Verein über Jahre in den bisherigen Räumlichkeiten umsetzen konnte.

Das Konzept, an verschiedenen Orten der Stadt Produktionen zu verwirklichen, möchte auf jeden Fall beibehalten werden und trifft auf viel Zuspruch innerhalb der Bevölkerung : Das Bespielen von unterschiedlichen „Spaces” bedeutet einen reizvollen Mehrwert für eine offene Gesellschaft. Zudem entstehen neue Vernetzungen und reger Austausch innerhalb der städtischen Kulturarbeit. Aller Euphorie über das „Funktionieren”, das Aufrechterhalten eines Spielbetriebs und den Zuspruch auch außerhalb der langjährigen Heimat-Spielstätte zum Trotz, führen realistische Einschätzungen und Praxiserfahrungen zu der Erkenntnis: Jede Institution, jedes Handwerk, jede soziale Einrichtung und jeder gesellschaftlich wirkende Körper benötigt einen festen und bestehenden Zufluchtsort, um die Qualität und Integrität des eigenen Schaffens zu gewährleisten.

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